Mehlschwalbenkolonie am Feuerwehrmagazin

Vor 25 Jahren hatte unser damaliger Präsident Arnold Klaus die Idee, die einstige Mehlschwalben- Kolonie am Feuerwehr-Magazin Reigoldswil wieder zu beleben.

Mehlschwalbennester Feuerwehrmagazin

Das heutige Feuerwehr-Magazin war einst der Standpunkt und Autoreparatur - Garage der Automobil Genossenschaft Reigoldswil  AGR. Der grosse Platz vor der Garage war damals noch ein Mergelplatz. Der Mergel war eine ideale Gelegenheit für Mehlschwalben ihr Baumaterial zu sammeln und damit unter dem Vordach der Garage ihre Nester zu bauen. Der Platz wurde geteert, das Material für den Nestbau und die Reparaturarbeiten der Nester war von einem Tag auf den anderen verschwunden. Die Mehlschwalben hatten also nicht mehr die Möglichkeit ihre defekten Nester zu ersetzen oder eben zu reparieren. Die Nester zerfielen, bröckelten auseinander, fielen zu Boden, so dass sich die tolle Mehlschwalben- kolonie von doch an die 30 Nester auflöste.
"Noldi" Arnold Klaus erkannte das Problem und bestellte bei der Vogelwarte Sempach 60 Fertignester für Mehlschwalben. Diese wurden einzeln an den Sparren des Vordachs montiert, "damals dachte noch niemand ans putzen der Nester". Die neue Kolonie wurde von den Schwalben sofort angenommen und wuchs im Laufe der Jahre auf über 30 Brutpaare.
Leider schwindet die Anzahl der Brutpaare in den letzten Jahren immer mehr, so dass im letzten Jahr 2015 nur noch 5 Nester besetzt waren. Wir geben die Hoffnung nicht auf und warten auf eine Erholung der Mehlschwalbenpopulation.
Zum oben erwähnten "damals dachte noch niemand ans putzen der Nester". Die Nester müssen einzeln abgeschraubt, geputzt und wieder angeschraubt werden.
Dies hat sich nun geändert, je drei Nester wurden auf ein Brett geschraubt das mit drei Putzlöchern versehen wurde. Die Bretter sind mit je einem Schlitz an den Enden versehen, so dass sie mit je zwei an den Sparren angebrachten Ringschrauben befestigt werden können. Mit einer viertel Drehung der Schrauben sind die je drei Nester montiert oder eben entfernt, damit sie mit einer Toiletten-Bürste, "Schissibürschteli", von oben gereinigt werden können, "für was me Schissibürschteli alles cha bruche!!"
Die Zeiten von Leitern anstellen sind auch vorbei dank der Anschaffung unserer Gemeinde eines Kommunalfahrzeugs mit Hebebühne, das uns von der Gemeinde mit Chauffeur zur Verfügung gestellt wird.